Ernährung bei Krebs – Was wirklich hilft und worauf man achten sollte
- Nicole Piontek
- 13. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Warum Ernährung bei Krebs so entscheidend ist
Eine Krebsdiagnose bringt viele körperliche und seelische Belastungen mit sich. Doch neben der medizinischen Behandlung wird ein Aspekt oft unterschätzt: die richtige Ernährung. Sie kann den Krankheitsverlauf zwar nicht heilen, aber sie spielt eine wichtige Rolle für Kraft, Lebensqualität und Regeneration.
Die passende Ernährung bei Krebs hilft dabei:
das Immunsystem zu stärken
Therapien wie Chemo oder Bestrahlung besser zu verkraften
Gewichtsverlust vorzubeugen
Müdigkeit und Schwäche zu reduzieren
die Lebensqualität im Alltag zu verbessern
Typische Herausforderungen während einer Krebstherapie
Viele Krebspatient:innen haben während oder nach der Therapie mit Ernährungsschwierigkeiten zu kämpfen:
Appetitlosigkeit
Geschmacksveränderungen
Übelkeit oder Schluckbeschwerden
Gewichtsverlust und Muskelabbau
Probleme bei der Nahrungsaufnahme
Gerade deshalb ist es wichtig, die Ernährung frühzeitig anzupassen und individuell abzustimmen.
Was gehört zu einer guten Ernährung bei Krebs?
Es gibt nicht die eine Krebsdiät – jede Person ist anders. Aber folgende Prinzipien gelten in den meisten Fällen:
1. Energie- und nährstoffreiche Kost
Viele Patient:innen benötigen mehr Energie als üblich, um Gewicht und Kraft zu halten. Empfehlenswert sind:
hochwertige Eiweißquellen (z. B. Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Milchprodukte)
gesunde Fette (z. B. Rapsöl, Nüsse, Avocado)
komplexe Kohlenhydrate (z. B. Haferflocken, Vollkornbrot, Kartoffeln)
2. Regelmäßige, kleine Mahlzeiten
Statt drei großer Mahlzeiten sind mehrere kleine Portionen oft besser verträglich und helfen gegen Appetitlosigkeit.
3. Ausreichend Flüssigkeit
Wasser, Kräutertees oder verdünnte Säfte sind ideal – besonders bei Übelkeit oder trockener Mundschleimhaut.
4. Schonende Zubereitung
Gedämpft, gekocht oder weich gegart – so bleibt das Essen bekömmlich und reizt nicht den Magen-Darm-Trakt.
Ernährung bei Krebs: Was ist mit Zucker, Milch & Superfoods?
Es kursieren viele Mythen über Ernährung und Krebs – hier die wichtigsten Klarstellungen:
Zucker „füttert“ den Krebs? Nein, Krebszellen verbrauchen mehr Energie, aber auch gesunde Zellen brauchen Zucker. Wichtiger ist ein ausgewogener Blutzuckerspiegel.
Milchprodukte weglassen? Nur bei individueller Unverträglichkeit – sonst liefern sie wertvolles Eiweiß und Kalzium.
Superfoods? Können ergänzen, aber ersetzen keine ausgewogene Ernährung.
Im Zweifel sollte eine ernährungsmedizinische Beratung einbezogen werden – insbesondere bei starker Gewichtsabnahme, Mangelernährung oder speziellen Therapien.






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